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kurze Geschichte über Neutsch


Die Geschichte unseres kleinen Dorfes reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück.
Rund 100 Jahre früher fanden 16 Bauern hier ihr auskommen,
doch kamen nach dem Zweiten Weltkrieg viele Flüchtlinge und Heimatlose ins Dorf.
Die Bevölkerung stieg von 100 auf fast 200 an,
jedoch integrierten sich nicht alle sondern einige zogen wieder hinaus.
1948 wurde Neutsch ein selbständiges Dorf
und löste sich von der Nachbargemeinde Ober-Modau.
1954 wird die Neutscher Kapelle auf Initiative und Kosten eines Neubürgers erbaut
und steht den Neutschern für kirchliche Anlässe zu Verfügung
(Mitte der 70'er geht sich in das Eigentum von Neutsch über).
1957 bauten die Einwohner einen eigenen Brandweiher außerhalb des Dorfes,
auch wenn dieser nie zum Löschwasserreservoir benutzt wurde,
haben hier genug Kinder ihre ersten Schimmzüge gemacht.
Die Neutscher bauten sich dann 1958 eine eigene Kanalisation,
die das Regenwasser in die Bach ableitet.
1960 wurden viele kleine Grundstücke und Äcker wegen der Flurbereinigung
zusammen gelegt und so wurde die Struktur des Dorfes geändert.
Die Straßen wurden weiter ausgebaut und asphaltiert.
Für die Schulpflichtigen Kinder wurden in der Neutscher Schule unterrichtet während
die Eltern sich daheim und den Hof und das Vieh kümmerten.
1964 entschieden sich die Neutscher trotz der vielen Arbeit, die jeder hatte,
an dem Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" teilzunehmen.
Und man hatte Erfolg, denn Neutsch erreichte den ersten Platz im ganzen Landkreis und
große Dorffeste wurden in diesem Jahr gefeiert.
Ganz allmählich vollzog sich ein Wandel im Dorf.
Es kamen neue Einwohner hinzu, die in anderen
Dörfer oder in der Stadt arbeiteten und keine Bauern waren.
Langsam verschwand in Neutsch die 'richtige' Landwirtschaft,
denn die harte Arbeit brauchte nicht den finanziellen Ertrag den die Bauern benötigten.
Von 16 Vollerwerbsbauern ist heute nur noch einer geblieben -
der Aussiedlerhof auf der Neutscher Höhe, der Viehzucht betreibt.
1967 zog über Neutsch eine Windhose hinweg
und richtete an vielen Gebäuden großen Schaden an.
Endlich wurde nach langer Planung 1969 die Friedhofshalle gebaut,
durch Spenden der Einwohner und des Kreises.
1970 wurde Neutsch nach einem schweren Gewitter total überschwemmt.
1972 wurde die Poststelle in Neutsch wegrationalisiert
und die Neutscher Schule wurde geschlossen.
Dann zuletzt wurde die Neutscher Milchküche,
der tägliche Treff der Bauern, geschlossen.
1976 gab es in Neutsch die zweite große Überschwemmung,
die auch Autos wegspülte und Schweine in den Ställen ertrinken lass.
Die Feuerwehr und die Einwohner waren mehrere Tage mit den Aufräumarbeiten
um das Dorf wieder herzurichten geschäftigt.
1977 wurde die ehemalige Schule zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut
und eine Küche wurde eingerichtet.
In diesem Jahr wurde Neutsch zu einem Ortsteil der Großgemeinde Modautal
und das Bürgermeisteramt wurde aufgelöst.
Neutsch, nun ein Teil der finanzschwachen Großgemeinde Modautal,
hat jedoch seine Identität nicht verloren, worauf wir Stolz sind.


Heute sind wir zwar kein Bauerndorf mehr,
aber noch ein bäuerliches Dorf.

Dienstag, der 20.10.2020 - 13:47Uhr
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